Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Flächendeckende Brustkrebsfrüherkennung in Niedersachsen

Seit April 2007 steht allen niedersächsischen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren ein flächendeckendes Programm zur Früherkennung von Brustkrebs durch ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening zur Verfügung. Bis Ende August 2007 waren bereits 139.049 Frauen (60 Prozent) der Einladung der Zentralen Stelle gefolgt. Das flächendeckende Früherkennungs-Programm durch stationäre und mobile Untersuchungseinheiten soll zu einer deutlichen Senkung der Brustkrebssterblichkeit beitragen.

Die Resonanz der Frauen ist gut. Die neun Screening-Einheiten erzielen Teilnahmeraten zwischen 56 und 62 Prozent. Die Mammographien werden in Niedersachsen in insgesamt 20 stationären Mammographieeinheiten und neun so genannten Mammobilen, mobilen Screening-Einheiten, erstellt. Damit gehörte Niedersachsen zu den ersten Bundesländern, die die Voraussetzungen für das flächendeckende Angebot geschaffen haben.

Das Screening ist eine wichtige Ergänzung der Krebsvorsorge und der Angebote zur Früherkennung bei erhöhtem erblichem Risiko. Bei einer hohen Beteiligung besteht die Hoffnung, mit dem Screening jedes Jahr 200 bis 250 Leben in Niedersachsen zu retten.

Die Kosten von Untersuchungen und Organisation in Höhe von jährlich rund 22 Millionen Euro tragen die gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen.

Zur Teilnahme am Screening werden die Frauen nicht nur einmalig, sondern alle zwei Jahre eingeladen.

Die Screening-Regelungen stellen höchste Qualitätsanforderungen an die Ärzte und die technischen Geräte. So muss jeder programmverantwortliche Arzt einer Screening-Einheit an Fortbildungskursen teilnehmen sowie mindestens 5.000 Mammographien pro Jahr erfolgreich beurteilen. Die Regelungen schreiben außerdem eine tägliche Überprüfung der Qualität der technischen Geräte vor.

Mammographie-Screening

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