Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Weiterentwicklung der Palliativversorgung und Hospizarbeit in Niedersachsen


Zur Aufwertung und zum Ausbau der Hospizarbeit und Palliativversorgung als umfassenden Beitrag zur Versorgung Schwerkranker und Sterbender in Niedersachsen hat das Land mit folgenden Schritten beigetragen

  • durch ein von der Landesregierung mit in Auftrag gegebenes Gutachten zur Palliativversorgung in Niedersachsen aus dem Oktober 2004,
  • durch eine vom Land ins Leben gerufene Fachtagung zur Diskussion über die Ergebnisse dieses Gutachtens vom Juli 2005,
  • durch das von der Landesregierung im Zusammenarbeit mit Experten erarbeitete Rahmenkonzept zur Weiterentwicklung der Palliativversorgung in Niedersachsen vom März 2006,
  • die seit Mitte 2006 gestartete, finanzielle Landesförderung von Palliativstützpunkten, die auf der Ebene der spezialisierten Palliativversorgung angesiedelt sind,
  • der Fortschreibung ihres Rahmenkonzeptes im Juli 2013 und
  • dem aus Landesmitteln geförderten Aufbau des Landesstützpunktes Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen.

Niedersachsen richtet flächendeckend Palliativstützpunkte ein

In Niedersachsen gibt es derzeit rund 130 ambulante Hospizdienste und 26 stationäre Hospize (davon zwei Kinder- und Jugendhospize) sowie mehr als 60 stationäre Palliativeinrichtungen an Krankenhäusern. Ferner führen ca. 490 praktizierende Ärztinnen und Ärzte in Niedersachsen die Zusatzbezeichnung „Palliativmedizin". Dieses Angebot bildet die Grundlage für den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von derzeit 37 Palliativstützpunkten. Dort werden regional Erfahrungen, Fachwissen und ehrenamtliches Engagement gebündelt, um noch mehr Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen eine menschenwürdige Sterbebegleitung, möglichst in vertrauter Umgebung, anbieten zu können.

Jeder der Stützpunkte arbeitet nach einem mit Palliativeinrichtungen, Hospizdiensten, den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen abgestimmten Rahmenkonzept. Auf der Basis einer gemeinsamen Vereinbarung kooperieren palliativmedizinisch qualifizierte Fachärztinnen und Fachärzte, ambulante Palliativdienste oder Pflegedienste mit qualifiziertem Fachpersonal, ambulante und stationäre Hospize sowie Krankenhäuser mit einer geeigneten palliativmedizinischen Infrastruktur.

Zu den Angeboten der Palliativstützpunkte zählt neben der wohnortnahen, ambulanten und stationären Versorgung auch eine 24-Stunden-Hotline zur

Beratung und Koordination der an der Basis- und der Spezialversorgung beteiligten

Leistungserbringer.


Niedersächsische Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung

Die mit dem Aufbau der niedersächsischen Palliativstützpunkte gewonnenen Erfahrungen haben gezeigt, dass die vielfältigen Fragestellungen, die im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Hospizarbeit und Palliativversorgung auftreten, die Einrichtung einer zentralen Institution in Niedersachsen erfordern, die unabhängig koordinierend und beratend tätig werden kann.

Die Niedersächsische "Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung" hat diese Aufgaben im Januar 2009 in den Räumen des Landkreises Osnabrück ehrenamtlich übernommen und wurde von Herrn Prof. Dr. med. Winfried Hardinghaus geleitet.

Aufbau eines Landesstützpunktes Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN)

Mit dem Ziel, landesweit eine nachhaltige vernetzte Beratungs-, Informations- und Qualifizierungsstruktur mit dem Schwerpunkt im ehrenamtlichen Bereich aufzubauen, hat am 24.02.2016 - gefördert aus Landesmitteln - der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN) seine Arbeit aufgenommen. Der LSHPN hat seinen Sitz in der Fritzenwiese 117, 29221 Celle, Tel.: 05141/2196986, info@hospiz-palliativ-nds.de.

Die bisherigen Aufgaben der Niedersächsischen Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung sind auf den LSHPN übergegangen.

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