Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Palliativversorgung und Hospizarbeit


In der Hospizarbeit und Palliativversorgung wirken der professionell geprägte Bereich der Palliativmedizin und Palliativpflege sowie der ehrenamtlich geprägte Bereich der Hospizarbeit gemeinsam. Diese Versorgung ermöglicht unheilbar kranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase ein weitgehend schmerzfreies, begleitetes und würdevolles Abschiednehmen. Unsere Gesellschaft braucht das Angebot einer umfassenden und flächendeckend angebotenen Palliativversorgung als Ausdruck einer menschlichen Sterbebegleitung.

Die Hospizbewegung hat eine lange Tradition. Sie bietet sterbenden Menschen und ihren Angehörigen Zuspruch und seelsorgerisch spirituellen Beistand. Das von den ambulanten Hospizdiensten und stationären Hospizen überwiegend ehrenamtlich Geleistete ist ein unverzichtbarer Eckpfeiler der Sterbebegleitung. Deshalb ist sie in Niedersachsen fester Bestandteil im Rahmenkonzept der Landesregierung zur Weiterentwicklung der Hospizarbeit und Palliativversorgung.

In den vergangenen Jahren haben auch in Niedersachsen die Hospizarbeit und Palliativversorgung stark an Bedeutung gewonnen. In der Ärzteschaft, in der Hospizbewegung, unter den Pflegediensten, in den stationären Pflegeeinrichtungen und bei den Krankenhäusern ist die Erkenntnis gewachsen, dass schwerkranke und sterbende Menschen einer umfassenden Versorgung und Begleitung bedürfen. Die Landesregierung hat diesen Prozess unter anderem durch ihr eigenes Rahmenkonzept und mit der niedersachsenweiten Einrichtung und Förderung von so genannten Palliativstützpunkten vorangetrieben.

In Niedersachsen gibt es derzeit rund 130 ambulante Hospizdienste und 26 stationäre Hospize (davon zwei Kinder- und Jugendhospize) sowie mehr als 60 stationäre Palliativeinrichtungen an Krankenhäusern. Ferner führen ca. 490 praktizierende Ärztinnen und Ärzte in Niedersachsen die Zusatzbezeichnung „Palliativmedizin". Dieses Angebot bildet die Grundlage für den Aufbau eines flächendeckenden und landesgeförderten Netzes von derzeit 37 Palliativstützpunkten. Dort werden regional Erfahrungen, Fachwissen und ehrenamtliches Engagement gebündelt. Ziel ist es, noch mehr Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen eine menschenwürdige Sterbebegleitung, möglichst in vertrauter Umgebung, anbieten zu können.

Mit dem Ziel, landesweit eine nachhaltige vernetzte Beratungs-, Informations- und Qualifizierungsstruktur mit dem Schwerpunkt im ehrenamtlichen Bereich aufzubauen, hat am 24.02.2016 - gefördert aus Landesmitteln - der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN) seine Arbeit aufgenommen.

Der LSHPN hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • Ansprechstelle zu Themen der Hospizarbeit und Palliativversorgung in Niedersachsen für Bürgerinnen und Bürger, Leistungsanbieter und Akteure in diesem Bereich sowie für Verwaltung und Politik

  • Information und Beratung beim Aufbau neuer Institutionen, bei der Netzwerkbildung und dem planvollen Ausbau der Versorgungsstrukturen in der niedersächsischen Hospizarbeit und Palliativversorgung

  • Vermittlung und Schaffung von Angeboten für Fort- und Weiterbildung

  • Impulsgeber im Bereich der Qualitätssicherung und der wissenschaftlichen Begleitforschung

Als Ansprechpartnerin steht die hauptamtliche Referentin des Landesstützpunktes, Frau Rosemarie Fischer, zur Verfügung. Der LSHPN hat seinen Sitz in der Fritzenwiese 117, 29221 Celle, Tel.: 05141/2196986, info@hospiz-palliativ-nds.de, www.hospiz-palliativ-nds.de.

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln