Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Stadtumbau West

Nicht nur im Osten der Republik, sondern auch in Städten und Gemeinden der alten Bundesländer zeichnet sich ein langfristiger Wandel in der Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur ab. Verluste an Unternehmen, Arbeitsplätzen und Einwohnern stellen einzelne Kommunen vor die Herausforderung, sich an die demographischen und wirtschaftlichen Veränderungen anzupassen. Seit dem Städtebau-Programmjahr 2004 soll mit Hilfe der Programmkomponente Stadtumbau West die Vorbereitung und Realisierung von Umbauvorhaben in Stadt- und Ortsteilen gefördert werden, deren einheitliche und zügige Durchführung im öffentlichen Interesse liegt. Dies betrifft in erster Linie Gebiete, die von erheblichen städtebaulichen Funktions-verlusten, beispielsweise durch Wohnungsleerstand, Brachflächen und aufgegebene Bundeswehrstandorte betroffen sind. Dort sollen zukunftsfähige Strukturen geschaf-fen werden.

Nachdem es gelungen ist, einen erfolgreichen Konsolidierungskurs beim Landeshaushalt einzuschlagen, kann Niedersachsen seit dem Programmjahr 2008 nun auch eigenes Fördergeld in Höhe von einem Drittel zur Gegenfinanzierung der Bundesfinanzhilfen beisteuern. Ein weiteres Drittel tragen die Kommunen selbst. Geeignet sind grundsätzlich solche Vorhaben, die in der Verwaltungsvereinbarung über die Gewährung von Finanzhilfen des Bundes an die Länder nach Artikel 104 b des Grundgesetzes zur Förderung städtebaulicher Maßnahmen aufgeführten Förder-tatbeständen der Programmkomponente "Stadtumbau West" zuzurechnen sind. Ausgenommen hiervon ist jedoch die erstmalige Erarbeitung des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes, die in Niedersachsen nicht förderfähig ist. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus dem zwischen Bund und Ländern abgestimmten Leitfaden zur Ausgestaltung des Städtebauförderungsprogramms "Stadtumbau West". Diesen können sie aus der mittleren Spalte dieser Seite als PDF-Datei herunterladen. Erläuterungen zur Anmeldung von Umbaumaßnahmen zur Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm gibt das Sozialministerium turnusmäßig im Niedersächsischen Ministerialblatt bekannt.

Das Land Niedersachsen hat sich im Zeitraum von 2003 bis 2007 bereits mit den Pilotprojekten der Städte Wilhelmshaven und Salzgitter an dem Forschungsvorhaben "Stadtumbau West" beteiligt. Dies hatte die Bundesregierung im Rahmen des Forschungsprogramms "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau" (ExWoSt) ins Leben gerufen. Die Pilotvorhaben haben auch in Niedersachsen zur Klärung der Frage beigetragen, wie den negativen Entwicklungen in nicht mehr durch Wachstum geprägten Stadtregionen, Städten und Stadtteilen entgegen gewirkt werden kann. Die Ergebnisse des Projekts sind in einer Abschlussbroschüre des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung in Bonn dokumentiert worden. Diese können von dieser Seite ebenfalls als PDF-Datei heruntergeladen werden.

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln