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Niedersächsischen Staatspreis für Architektur 2004

„Einkaufsmarkt neuen Typs“ erhält Niedersächsischen Staatspreis


Siegerprojekt des Niedersächsischen Staatspreises für Architektur 2004 war das neue Nahversorgungszentrum in Hannover-Marienwerder. Die damalige Sozialministerin Ursula von der Leyen gratulierte bei der Verleihung am 9. September im Niedersächsischen Landtag dem Architekturbüro Despang aus Hannover sowie dem Unternehmen Hartmann + Wyludda aus Garbsen als Bauherr.

Die Mitglieder der Jury aus Politik, Verwaltung, Hochschule und Architektenschaft honorierten mit ihrem Votum den Mut der Initiatoren des Siegerprojekts. Bauherr und Architekt hätten ihr gut durchdachtes Konzept in besonders sparsamer und effizienter Bauweise umgesetzt. An der Stelle eines abgerissenen Supermarktes sei ein Bau entstanden, der den Einzelhändlern als Nutzern vielfältige Möglichkeiten eröffne. Das Nahversorgungszentrum in Hannover-Marienwerder repräsentiere einen "neuen Typus des Themas Einkaufsmarkt", hieß es in der Begründung.

Das Sozialministerium lobt den Staatspreis seit 1996 alle zwei Jahre gemeinsam mit der Architektenkammer Niedersachsen aus. Die Themen wechseln jeweils. Der Wettbewerb 2004 stand unter dem Motto "Gewerbearchitektur – Investition für Stadtentwicklung und Unternehmenserfolg". Angesprochen waren Architekten und Bauherren, die Gebäude für Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistung errichten. Qualitätsvolle Architektur und anspruchsvoller Städtebau zahlt sich auch für Unternehmen langfristig aus, so die Intention des Staatspreises für Architektur.

60 Bewerber hatten Unterlagen eingereicht. Die Jury nominierte schließlich vier Projekte für die entscheidende Runde: die Halle 8/9 der Messe Hannover (gmp-Architekten aus Hamburg, Bauherr: Deutsche Messe AG, Hannover), der Umbau der Wichmannhallen in Braunschweig (O.M. Architekten BDA aus Braunschweig, Bauherr: wir design AG, Braunschweig), die LBS-Zentrale in Hannover (Architekten Ingenieure PSP, Braunschweig, Bauherr: LBS Berlin-Hannover, Hannover), und der spätere Siegerentwurf (Architekturbüro Despang, Hannover, Bauherr: Hartmann + Wyludda, Garbsen).

Fotos und Modelle der vier nominierten Objekte waren in einer Wanderausstellung an mehreren Orten in Niedersachsen zu sehen. Stationen waren die Architektenkammer Niedersachsen in Hannover, die Industrie- und Handelskammer Braunschweig, die Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in Berlin sowie das Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück.

In einer vom Sozialministerium und der Architektenkammer herausgegebenen Broschüre sind der Preisträger und die übrigen Bewerbungen des Staatspreises für Architektur 2004 dokumentiert.

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Artikel-Informationen

25.02.2016

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