Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Schriftenreihe kostengünstiges und umweltgerechtes Bauen

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit unterstützt am Bau Beteiligte und Interessierte mit den Broschüren des Instituts für Bauforschung e. V. (IFB), mit denen die wichtigsten Fragen zum Bauen und Wohnen in Niedersachsen beantwortet werden sollen. Diese und weitere Broschüren zum kostengünstigen und umweltgerechten Bauen können hier und beim Institut für Bauforschung e.V. heruntergeladen werden.

Der Wunsch, in den eigenen vier Wänden zu wohnen, ist in Niedersachsen stark ausgeprägt. Insbesondere Familien mit mehreren Kindern sehen in einem Eigenheim die ideale Wohnform.
Bei der Entscheidung zugunsten von Wohneigentum geht es aber nicht nur um die Erfüllung eines Traums, sondern langfristig auch um eine Grundlage der Existenz. Denn: Das eigene Haus ist auch Teil der Alterssicherung. Wer sich zum Sparen in die Zukunft für ein Heim ohne Miete entscheidet, verschafft sich mehr Spielraum für die Erfüllung anderer Wünsche im Rentenalter.
Mit der Broschüre "Bauen und Wohnen in Niedersachsen" sollen die Grundlagen einer Entscheidung für das Wohneigentum transparenter gemacht und gegebenenfalls vorhandene Hemmschwellen bei Bauwilligen durch ausführliche Informationen abgebaut werden. Das Fazit dieser Broschüre: Der Bauherr muss seine Wünsche rechtzeitig und klar äußern. Denn nur dann wird er bekommen, was er erwartet. Dabei kommt es vor allem auf die gute Zusammenarbeit von Planern und Bauherren an. Denn: Das Traumhaus kann nur entstehen, wenn alle bereit sind, die Vorgaben in hoher Qualität zu erfüllen.

Die Nutzungskosten von Wohneigentum werden dabei häufig unterschätzt. Das gilt sowohl für den Kauf neuer als auch gebrauchter Immobilien. Bei der Finanzierung einer Immobilie und der Einschätzung der Belastbarkeit der Eigentümer werden meistens nur die Investitionskosten betrachtet, nicht aber die wiederkehrenden Nutzungskosten, die nach dem Einzug noch über viele Jahre zu tragen sind.
Das Institut für Bauforschung hat deshalb das "Bau-Handbuch für Wohneigentümer" erarbeitet, das künftige Eigentümer und Wohnungsinhaber über die Möglichkeiten informiert, Nutzungskosten transparent zu machen und zu reduzieren. Das Bau-Handbuch soll zugleich so etwas wie eine "Hausakte" sein, die Auskunft über die Eigenschaften des Hauses, alle Verpflichtungen und vertraglichen Regelungen gibt sowie Pflege und Wartung festhält. Das Fazit des Handbuches lautet: Nur wer sich über den Haushalt und die Kosten seiner Immobilie im Klaren ist und Wohneigentum über den gesamten Nutzungszeitraum gut bewirtschaftet, wird nachhaltig zur Werterhaltung beitragen und eine hohe Wertschöpfung erzielen können.

Die neu vorliegende Broschüre "Qualitätssicherung für Wohneigentümer" soll Sie unterstützen, die baubegleitende Qualitätssicherung auch als Strategie zum Kostensparen zu nutzen.
Um Fehler und finanzielle Zusatzlasten zu verhindern, beginnt die baubegleitende Qualitätssicherung bei der Planung und endet mit der Übergabe des Bauwerks. Eine unabhängige baubegleitende Qualitätssicherung hat deshalb zum Ziel, Mängel im Vorfeld zu erkennen und dadurch zu vermeiden, sodass ein Bauwerk unter Berücksichtigung der anerkannten Regeln der Technik den vereinbarten und zugesicherten Eigenschaften entspricht. Es soll seine Eigenschaften dauerhaft behalten und möglichst nicht an Wert verlieren.
Die Qualitätssicherung am Bau befasst sich daher mit der Einhaltung zugesicherter Eigenschaften und Anforderungen, der Vermeidung von Mängeln in allen Phasen der Bauerstellung, von der Planung über die Baustoffauswahl, die Baustoffherstellung bis hin zur Ausführung auf der Baustelle.
Um qualitätvolles Wohneigentum zu schaffen oder zu erhalten, kommt es vor allem auf die gute Zusammenarbeit von Bauherren und den am Bau Beteiligten an, denn: Das Traumhaus kann nur entstehen, wenn alle bereit sind, die Vorgaben in hoher Qualität zu erfüllen.

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