Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Budget für Arbeit

Das Budget für Arbeit wurde in Niedersachsen im Jahr 2008 als eine Unterform des persönlichen Budgets gemeinsam mit den örtlichen Trägern der Sozialhilfe entwickelt und eingeführt, um eine größere Zahl von Werkstattbeschäftigten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Im Vorgriff auf die mit dem Bundesteilhabegesetz getroffenen und ab 01.01.2018 wirksamen gesetzlichen Regelungen zum Budget für Arbeit (§ 61 SGB IX) und unter Einbeziehung der bisherigen Erfahrungen hat die Landesregierung zum 01. Juli 2017 gemeinsam mit der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, der LAG der Werkstätten für behinderte Menschen, der Bundesagentur für Arbeit und den Kommunalen Spitzenverbände das Konzept zum Budget für Arbeit weiterentwickelt.

Das neue Konzept geht über den gesetzlich verankerten Leistungsrahmen hinaus. So werden für Budgetnehmerinnen und Budgetnehmer neben einem Lohnkostenzuschuss zum Ausgleich der Leistungsminderung des Beschäftigten (bis zu 75 % des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgeltes) und den Aufwendungen für die wegen der Behinderung erforderliche Anleitung und Begleitung am Arbeitsplatz in Härtefällen auch Fahrtkosten zur Arbeitsstelle übernommen. Auch können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Niedersachsen für die ersten zwei Jahre der Laufzeit ergänzend noch einen Zuschuss von monatlich 250 Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe pro bewilligtem Budget für Arbeit erhalten. Voraussetzung ist, dass sie die gesetzliche Beschäftigungsquote bereits erfüllen oder dieser nicht unterliegen. Damit werden verstärkt Anreize zum Angebot geeigneter Arbeitsplätze gesetzt.

Zusätzlich wird ab Sommer 2018 das Budget für Arbeit in fünf Modellregionen in Niedersachsen über ein Netzwerk besonders intensiv begleitet und beworben werden.


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