Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Pflegekammer Niedersachsen

Gesetz über die Pflegekammer NiedersachsenEin vordringliches Ziel der Landesregierung ist es, das Selbstverständnis und die gesellschaftliche Anerkennung des pflegerischen Berufsstandes positiv zu verändern. Die Pflegekammer nimmt hierbei ergänzend zu Gewerkschaften und Berufsverbänden eine wichtige Funktion wahr. Sie ist eine demokratisch legitimierte berufspolitische Vertretung, der alle Pflegefachkräfte angehören, die in Niedersachsen ihren Beruf ausüben. Damit ist sie die größte Heilberufekammer in Niedersachsen und kann die Interessen der Pflege mit starker Stimme vertreten.


In einer repräsentativen Umfrage sowie in mehreren regionalen Informationsveranstaltungen hat sich gezeigt, dass die Mehrheit der Pflegefachkräfte in Niedersachsen der Errichtung einer Pflegekammer positiv gegenübersteht. Ein Rechtsgutachten über die verfassungsrechtliche Zulässigkeit einer Pflegekammer und die Ergebnisse der Umfrage können Sie nebenstehend herunterladen. Am 01.01.2017 ist das Gesetz über die Pflegekammer Niedersachsen in Kraft getreten. Gesetz über die Pflegekammer Niedersachsen

Nachdem der Errichtungsausschuss die vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen und die Wahlen durchgeführt hat, hat am 08.08.2018 die konstituierende Kammerversammlung stattgefunden. Die Pflegekammer wird nun die inhaltliche Arbeit aufnehmen. Zu ihren Aufgaben zählt es,


  1. im Einklang mit den Interessen der Allgemeinheit gemeinsame berufliche Belange der Kammermitglieder wahrzunehmen,
  2. die Qualitätsentwicklung und -sicherung der Berufsausübung der Kammermitglieder, insbesondere durch die Erarbeitung von Empfehlungen, zu fördern,
  3. die Berufspflichten der Kammermitglieder zu regeln, deren Erfüllung zu überwachen und die Kammermitglieder in Fragen der Berufsausübung zu beraten,
  4. die Weiterbildung der Kammermitglieder zu regeln,
  5. auf die Beilegung von Streitigkeiten zwischen Kammermitgliedern sowie zwischen ihnen und freiwillig beigetretenen Personen oder zwischen ihnen und Dritten, die aus der Berufsausübung entstanden sind, hinzuwirken,
  6. in allen Angelegenheiten, die die Berufsausübung der Kammermitglieder betreffen,
    a) Behörden und Gerichten Gutachten zu erstatten oder Gutachterinnen und Gutachter zu benennen,
    b) Behörden bei ihrer Verwaltungstätigkeit und in Fragen der Gesetzgebung zu beraten und zu unterstützen,
    c) die freiwillig beigetretenen Personen sowie Dritte zu informieren und zu beraten,
  7. den öffentlichen Gesundheitsdienst bei der Erfüllung seiner Aufgaben zu unterstützen.

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung wacht als Aufsichtsbehörde darüber, dass die Pflegekammer ihre Tätigkeit im Rahmen ihres Aufgabenbereichs, im Einklang mit den gesetzlichen und satzungsrechtlichen Vorschriften und auf der Grundlage eines geordneten Finanzwesens ausübt.

Weitere Informationen zur Pflegekammer Niedersachsen finden Sie unter www.pflegekammer-nds.de.

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