Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Hilfen für Familien

mit behinderten, chronisch- und schwerstkranken sowie pflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen


Die Versorgung chronisch, schwer- oder schwerstkranker Kinder oder Jugendlicher stellt für pflegende Angehörige eine große Herausforderung dar. Pflege und Betreuung sind oft rund um die Uhr notwendig und erfordern großes Engagement von allen Beteiligten. Nicht selten ist dabei die gesamte Familie betroffen. Umso wichtiger ist es, sich ein tragfähiges Unterstützungsnetz aufzubauen, das Entlastung schafft. In der Praxis ist das mit vielen Anforderungen verbunden: Im Dschungel der rechtlichen Regelungen einen Überblick zu bekommen und zu behalten, wo notwendig, fachkundige Beratungsstellen ausfindig zu machen und passende Angebote der Pflege und Betreuung auszuwählen, das ist ─ neben der Pflege und Betreuung ─ oft mühsam und zeitaufwendig.

Diese Broschüre soll Ihnen als Eltern und Angehörigen auf diesem Weg Orientierung und Hilfe bieten. Sie finden hier Antworten auf viele Ihrer Fragen: Welche rechtlichen Ansprüche gibt es? Auf welche Entlastungsmöglichkeiten kann im Alltag zurückgegriffen werden? Wo findet sich eine Pflege- oder Kureinrichtung, die pflegebedürftigen Kindern oder Jugendlichen gerecht wird? Bestehen auch Möglichkeiten, einmal einen Urlaub alleine zu verbringen und die Kinder oder Jugendlichen dabei gut versorgt zu wissen? Auf diese und viele andere Fragen finden Sie auf den folgenden Seiten Antworten.

In der vorliegenden Broschüre sind Informationen über die Vielfalt bereits bestehender Angebote in Niedersachsen zusammengetragen. Das Spektrum reicht von Beratungs- und Selbsthilfeangeboten, aufsuchenden Hilfen, Einrichtungen der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, über die Pflege in stationären Einrichtungen und akutmedizinische Versorgung bis hin zu medizinischer Vorsorge, Rehabilitations-, Kur- und Erholungsangeboten sowie Versorgungsangeboten für Kinder und Jugendliche, die nur noch eine begrenzte Lebenserwartung haben. Auch die Versorgung von jungen Menschen im Übergang zum Erwachsenenalter, der sogenannten Transition, wird aufgegriffen.

In den letzten Jahren hat sich das Angebot an unterstützenden Hilfen deutlich erweitert und ausdifferenziert. Nicht alle niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangebote sowie alle Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin können daher hier aufgeführt werden. Wo möglich, wird jedoch auf bestehende Adresssammlungen oder zentrale Anlaufstellen verwiesen, die Informationen über in Ihrem Wohnbezirk und persönlichen Umfeld befindliche Angebote vermitteln können. Die vorliegende Broschüre bietet einiges, erhebt bei der Vielzahl der Angebote in einer sich stetig weiter entwickelnden Pflegelandschaft jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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