Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Pflege in Niedersachsen

Die Herausforderungen im Bereich der ambulanten und stationären Pflege geht die Landesregierung aktiv an. Es gilt, den Pflegebedürftigen eine gute Pflege zu bieten, das Berufsfeld attraktiver zu machen und den Fachkräftebedarf zu sichern und auszubauen.

Das Land hat die Schulgeldfreiheit in der Altenpflege gesetzlich abgesichert, neue Förderprogramme wie das zur „Stärkung der ambulanten Pflege im ländlichen Raum" auf den Weg gebracht, eine gemeinsame Erklärung von Sozialministerium, den kommunalen Spitzenverbänden, der AOK Niedersachsen und dem Verband der Ersatzkassen für ein angemessenes Einkommen in der Pflege verfasst oder beispielsweise die Einrichtung einer Pflegekammer vorangebracht.

Damit setzt die Landesregierung Meilensteine in der niedersächsischen Pflegepolitik, die sowohl den Beschäftigten als auch den zu Pflegenden zugutekommen.


Ein wichtiger Faktor für die Attraktivität des ländlichen Raums ist die flächendeckende Verfügbarkeit von Pflege-Dienstleistungen. Ambulante Pflegedienste sind eine wichtige Säule für die pflegerische Versorgung in Niedersachsen. Stärker als in Ballungszentren sind ländliche Gebiete aber häufig deutlicher von Alterungsprozessen betroffen. Das stellt ambulante Pflegedienste vor große Herausforderungen: Die Nachfrage nach professionellen Pflegeleistungen wächst in diesen Gebieten. Gleichzeitig bestehen starke Abwanderungsprozesse junger Menschen, die dann als Nachwuchskräfte in der Pflege fehlen. Auch führen die von der Selbstverwaltung gesetzten Rahmenbedingungen zu hoher Arbeitsverdichtung, geteilten Diensten oder unfreiwilliger Teilzeitarbeit.

Mit mehr als 6 Millionen Euro jährlich stärkt die Niedersächsische Landesregierung von August 2016 bis ins Jahr 2018 die Arbeitsbedingungen der ambulanten Pflege im ländlichen Raum. Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt sagte zum Start des Förderprogramms: „Wir wollen, dass die Menschen auf dem Land bestmöglich pflegerisch versorgt werden. Für eine gute Pflege zu Hause müssen die Arbeits- und Organisationsbedingungen in der ambulanten Pflege allerdings deutlich verbessert werden. Mit unserem Förderprogramm setzen wir große Anreize, dass die Dienste jetzt auf Dauer angelegte strukturelle Veränderungen umsetzen." Mit Blick auf die älter werdende Gesellschaft müssen alle Verantwortlichen engagiert zusammenarbeiten, um die Arbeitsbedingungen attraktiver zu gestalten. Mit dem neuen Programm setzt das Land ein klares Signal. Träger von ambulanten Pflegediensten aus dem ländlichen Raum können beispielsweise Fördermittel für Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Förderung von Kooperation und Vernetzung oder für die Einführung von technischen und EDV-basierten Systemen erhalten. Nähere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier:

http://www.ms.niedersachsen.de/startseite/staerkung_ambulanten_pflege_im_laendlichen_raum/staerkung-der-ambulanten-pflege-im-laendlichen-raum-144875.html

Förderanträge gibt es hier:

http://www.soziales.niedersachsen.de/startseite/soziales_gesundheit/gesundheit_und_pflege/staerkung_ambulanten_pflege_im_laendlichen_raum/staerkung-der-ambulanten-pflege-im-laendlichen-raum-144858.html

Eine weitere wichtige Maßnahmen zur Stärkung der Pflege in der Fläche: In den beiden kommenden Jahren wird die Landesregierung außerdem die Zuschüsse zur Schulgeldfreiheit in der Altenpflegeausbildung aufstocken. Vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags werden die Beträge von 7,5 Millionen Euro in 2016 auf 7,75 Millionen Euro in 2017 und 8,5 Millionen Euro in 2018 erhöht. „Die gesetzlich abgesicherte Schulgeldfreiheit ist ein großer Pluspunkt wenn es darum geht, dass sich junge Menschen für eine Ausbildung in der Altenpflege entscheiden", unterstreicht Ministerin Cornelia Rundt.

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