Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Gespräche mit Pflegebedürftigen und Pflegekräften

Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt hat ambulant gepflegte Menschen und Pflegeeinrichtungen besucht. Im Video-Film sind die Stationen dieser Tour zu sehen. In Gesprächen mit Pflegebedürftigen und Pflegekräften informierte sich die Ministerin über die aktuelle Situation in der Pflege. „Das waren beeindruckende Begegnungen", sagte die Ministerin anschließend, „wir wissen jetzt noch genauer, was inzwischen ganz gut läuft und wo der Schuh drückt."

Im Rahmen der Initiative „Gute Pflege, Gute Jobs - Niedersachsen macht sich stark für gute Pflege" setzt sich die Landesregierung für Verbesserungen in der Pflege ein. Mit der Pflege-Tour wollte die Ministerin das breite Spektrum der Pflege vor Augen führen, das von der ambulanten Pflege über Tagespflegeeinrichtungen und klassische Pflegeheime bis hin zu Pflege-Wohngemeinschaften reicht. Die erste Station war die Wohnung einer 94-Jährigen, die sich darüber freut, dass sie noch zu Hause wohnen kann und dass morgens die engagierten ‎Pflegekräfte eines ambulanten Pflegedienstes zu ihr kommen. Im Seniorenpflegeheim Waldhausen sprach die Ministerin mit Pflegebedürftigen, die sehr reflektiert über ihre Lebenssituation berichteten. In der nächsten Station, der „Tabea-Tagespflege für Menschen mit Demenz", werden die Pflegebedürftigen als „Tagesgäste" bezeichnet, denn sie leben nach wie vor in ihrem vertrauten Zuhause, werden abends meist von ihren Angehörigen betreut und gepflegt. Temperamentvoll ging es schließlich in der „Selbstbestimmten ‎Wohngemeinschaft" für geistig beeinträchtigte Bewohnerinnen und Bewohner zwischen 18 und 25 Jahren in Hannover-Oberricklingen zu. Cornelia Rundt: „Die jungen Bewohnerinnen und Bewohner haben ihre WG als neuen Lebensmittelpunkt angenommen. Sie würden ansonsten noch bei ihren Eltern oder aber in einem Heim leben. Die WG bietet ihnen so viel Eigenständigkeit wie möglich. Mit dem neuen Heimgesetz wollen wir die Entstehung neuer Pflege-WGs unterstützen."

Der Gesundheitsministerin und ihren Begleiterinnen und Begleitern bot die Pflege-Tour interessante Einblicke in die niedersächsische Pflege-Landschaft. „Die Pflegekräfte engagieren sich mit viel Herzblut", sagte die Ministerin. Außerdem sei einmal mehr deutlich geworden, dass es nicht die einzig wahre Pflegeform gebe, sondern es eine breite Palette an Betreuungssettings geben müsse, um für jeden Pflegebedürftigen ein genau passendes Angebot finden zu können.
„Und schließlich funktioniert das alles nur, wenn wir engagierte, motivierte Pflegekräfte haben", so Ministerin Cornelia Rundt: „Unter dem Motto ,Gute Pflege - Gute Jobs' sind wir in Niedersachsen dabei, etliche Stellschrauben zu drehen, um die Pflegekräfte zu stärken und neue Fachkräfte zu gewinnen: die Umlage für die ‪Altenpflege-Ausbildung, die gesetzliche Absicherung der Schulgeldfreiheit, die Gründung der ‎Pflegekammer, das Werben für einen ‪Tarifvertrag-Soziales, der Einsatz im Bund für eine Verordnungsermächtigung für die Länder, damit im Falle des weiteren Scheiterns der Selbstverwaltung endlich die Länder für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen sorgen können." Es sei nicht länger hinzunehmen, dass die Pflegesätze und damit auch die Löhne der Pflegekräfte in Niedersachsen so außerordentlich niedrig seien, so die Ministerin, hier sei auch die Selbstverwaltung (Pflegekassen und Pflegeeinrichtungen) gefragt, für eine deutliche Verbesserung zu sorgen. Außerdem solle möglichst schnell ein Tarifvertrag Soziales abgeschlossen werden. Rundt: „Die Pflegekräfte - und damit auch die Pflegebedürftigen - haben mehr verdient! Wie unersetzlich ihre Arbeit ist, haben wir bei dieser Pflege-Tour hautnah erlebt."

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