Drei-Generationen-Projekt Niedersachsen
Das niedersächsische "Drei-Generationen-Projekt – Gesundheit mit Migranten für Migranten" (MiMi) will Menschen mit Migrationshintergrund einen besseren Zugang zur Gesundheitsvorsorge und zu klinischen und ambulanten Behandlungsangeboten ermöglichen.
Das landesweite Projekt wurde in Niedersachsen unter der Schirmherrschaft der Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann im September 2008 gestartet. Als Grundlage hat das Ethno-Medizinische Zentrum Hannover in eigenen Schulungen muttersprachliche Mediatorinnen und Mediatoren für das interkulturelle Projekt ausgebildet. Finanziell gefördert wird es durch das Niedersächsische Sozialministerium und den BKK Landesverband Niedersachsen-Bremen.
MiMi soll Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in der Eigenverantwortung für ihre Gesundheit stärken. Damit soll gezielt die gesundheitliche Versorgung von Familien mit Migrationshintergrund verbessert und langfristig ein Beitrag zur Reduzierung von ungleichen Gesundheitschancen geleistet werden.
Engagierte Menschen mit eigenem Migrationshintergrund werden in 40-stündigen Schulungen zu interkulturellen Gesundheitsmediatorinnen und -mediatoren ausgebildet. Ausbildungsinhalte sind unter anderem Gesundheitsförderung und Prävention, Kindergesundheit, Brustkrebsfrüherkennung, Alter und Pflege. Mit ihrem neu erworbenen Wissen sollen die Absolventen in ihren Herkunftsgemeinden Gesundheitskurse in ihrer jeweiligen Muttersprache anbieten.
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