Jugendarbeit gem.§ 11 SGB VIII ist ein eigenständiger Teil der Kinder- und Jugendhilfe. Neben Elternhaus, Kindergarten, Schule und beruflicher Ausbildung ist sie ein wichtiger, ergänzender Bildungsbereich in der Freizeit von Kindern und Jugendlichen.
Jugendarbeit wendet sich grundsätzlich an alle Kinder und Jugendlichen unter 27 Jahren und nicht in erster Linie an sog. "Problemgruppen".
Jugendarbeit soll an den Interessen und Bedürfnissen junger Menschen anknüpfen und sie direkt erreichen. Jugendliche sollen die Angebote der Jugendarbeit freiwillig wahrnehmen. Dabei können sie sich aktiv einbringen und mitgestalten. Jugendliche werden durch die Jugendarbeit zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement angeregt.
Schwerpunkt in der Förderung der Jugendarbeit durch das Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit ist die Unterstützung der ehrenamtlichen Jungendverbandsarbeit. Das Ministerium unterstützt im Rahmen des Niedersächsischen Jugendförderungsgesetzes (JFG) die Strukturen der ehrenamtlichen Jugendverbände, indem es
- die Aus- und Fortbildung von Jugendleiterinnen und Jugendleitern und die Ausstellung der JULEICA,
- Personalkostenzuschüsse für Jugendbildungsreferentinnen und -referenten und Verwaltungskostenzuschüsse für anerkannte Träger der Jugendarbeit,
- die Geschäftsstelle des Landesjugendrings und
- Bildungsmaßnahmen in der Jugendarbeit
fördert.
Außerdem fördert das Land internationale Jugendbegegnungen und Investitionen in Jugendherbergen, Jugendfreizeitstätten und verbandliche Bildungsstätten.
Mit dem Programm "Generation 2.0 - Engagement und Bildung in der Jugendarbeit" wird seit 2009 das ehrenamtliche Engagement junger Menschen weiter ausgebaut. Das Programm ermöglicht Projekte in den vier Themenschwerpunkten "Experimentelles", "Bildung", ""Integration" und "Visionen" die zur Nachahmung anregen sollen. Jugendliche Ehrenamtliche und ihre Gruppen sollen neue Arbeitsansätze konzipieren, erproben und umsetzen und dadurch dazu beitragen, die Jugendarbeit zukunftsgerecht weiterzuentwickeln.
Bisher sind mehr als 210 Projekte in ganz Niedersachsen aktiv. Noch bis Ende 2011 ist es monatlich möglich, Anträge im Förderprogramm zu stellen (www.generationzweinull.de)