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Zahlen und Fakten zur Pflege

Die Pflegestatistik als Bundesstatistik wurde 1999 eingeführt und wird alle zwei Jahre erhoben. Sie informiert darüber, in welchem Umfang Leistungen nach dem Elften Buch des Sozialgesetzbuches (SGB XI) -Soziale Pflegeversicherung - in Anspruch genommen werden und wie sich die Strukturen der pflegerischen Versorgung entwickeln. Rechtsgrundlage der Pflegestatistik sind § 109 SGB XI und die Verordnung zur Durchführung einer Bundesstatistik über Pflegeeinrichtungen sowie über die häusliche Pflege vom 24. November 1999 (BGBl. I S. 2282) in Verbindung mit dem Bundesstatistikgesetz.

Der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) hat im Februar 2011 die Zahlen und Daten zur niedersächsischen Pflegestatistik vorgelegt, die nachfolgend in die Bundesstatistik einfließen. Erhebungsstichtag war der 15.12.2009.

Danach waren im Dezember 2009 in Niedersachsen rund 256.100 Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI). Die Zahl der Pflegebedürftigen ist damit im Vergleich zum Jahr 2007 um 13.900 Personen (+ 5,7 %) gestiegen. Gegenüber der ersten Erhebung im Jahre 1999 wurde sogar eine Zunahme um 22,4 % bzw. 46 800 Pflegebedürftige registriert.

Mehr als zwei Drittel (68,1 % oder 174.359) aller Pflegebedürftigen wurden zu Hause versorgt. Davon erhielten 111.441 ausschließlich Pflegegeld, um die Pflege durch selbst organisierte Pflegehilfen - in der Regel durch Angehörige - sicherzustellen. 62.918 Pflegebedürftige wurden durch ambulante Pflegedienste betreut und 81.726 Personen wurden in stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheimen) versorgt.

Rund 45 % der Pflegebedürftigen waren mindestens 80 Jahre alt, 22,4 % zwischen 70 und 80 Jahren. Etwa zwei Drittel aller Pflegebedürftigen (67,0 %) waren Frauen. Eine Rolle spielt dabei sicherlich die höhere Lebenserwartung von Frauen: Ende 2009 waren 67,3 % aller über 80jährigen Menschen in Niedersachsen weiblich.

Die Verteilung der Pflegebedürftigen auf die Pflegestufen stellt sich wie folgt dar:

  • Pflegestufe I (erheblich pflegebedürftig 53,5 %
  • Pflegestufe II (schwer pflegebedürftig) 32,9 %
  • Pflegestufe III (schwerst pflegebedürftig) 13,1 %

Dabei lag der Anteil der Pflegestufe I in den Pflegeheimen nur bei 37,4 %. In den stationären Einrichtungen wurden überwiegend Pflegebedürftige der Stufen II (39,6 %) und III (21,6 %) betreut.

Die Anzahl der ambulanten Pflegedienste erhöhte sich gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2007 um 52 Einrichtungen auf nunmehr 1.164 (+ 4,7 %). Am Jahresende 2009 waren hier 27.528 Personen beschäftigt, darunter 24.763 Frauen (90,0 %).

Auch die Anzahl der stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheime) nahm zu. Sie stieg zum 15. Dezember 2009 auf 1.477 Pflegeheime gegenüber 1. 394 am Jahresende 2007 (+ 6,0 %). Hier wurden 70.205 Beschäftigte gezählt, darunter 60.096 Frauen (85,6 %).

Detaillierte Informationen zu diesem Thema liefert der Statistische Bericht „Gesetzliche Pflegeversicherung - Ergebnisse der Pflegestatistik 2009", der nebenstehend als Download zur Verfügung steht oder auch hier heruntergeladen werden kann.

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