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Sozialministerin Ross-Luttmann: „Sterben muss in Würde möglich sein“

„Niedersächsische Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung“ startet

HANNOVER. "Wir treten dafür ein, dass Menschen an der Hand anderer sterben und nicht durch die Hand anderer. Sterben muss in Würde möglich sein. Die palliativmedizinische, palliativpflegerische und hospizliche Versorgung und Betreuung schwerstkranker sterbender Menschen ist der positive Gegenentwurf zu einem Ruf nach aktiver Sterbehilfe" sagte Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann.

Mit der Errichtung der "Niedersächsischen Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung" schafft das Land Niedersachsen eine zentrale Stelle für die Weiterentwicklung der Hospizarbeit und Palliativversorgung.

Mit finanzieller Unterstützung des Landes sind in den letzten Jahren bereits 28 Palliativstützpunkte als Netzwerke der örtlichen Leistungserbringer der Hospizarbeit und Palliativversorgung entstanden. Eine flächendeckende Errichtung solcher Palliativstützpunkte ist damit nahezu erreicht. "Die nachhaltige Weiterentwicklung der Hospizarbeit und Palliativversorgung in Niedersachsen bleibt ein zentrales Anliegen der Landesregierung", so Mechthild Ross-Luttmann.

Die "Niedersächsische Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung" wird vor allem folgende Funktionen wahrnehmen:

• Bindeglied zwischen dem Niedersächsischen Sozialministerium und der Hospizarbeit und Palliativversorgung in ihrer Gesamtheit

• Unterstützung und Beratung der Landesregierung in Fragen der weiteren Entwicklung der Hospizarbeit und Palliativversorgung

• Unterstützung beim Aufbau neuer Initiativen im haupt- und ehrenamtlichen Bereich der Hospizarbeit und Palliativversorgung

• Mitwirkung bei der Umsetzung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung als neuer Leistung der gesetzlichen Krankenkassen auf Landesebene

• Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die haupt- oder ehrenamtlich mit der Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen befasst sind

Prof. Dr. med. Winfried Hardinghaus wird die neugeschaffene Zentralstelle leiten. Als ärztlicher Direktor des Klinikums St. Georg GmbH – Krankenhaus St. Raphael – in Ostercappeln hat er dort bereits vor einigen Jahren die Bewegung "Spes Viva" ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, die Situation schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen sowohl im Krankenhaus als auch in der ambulanten Vernetzung zu verbessern.

Das Büro der "Niedersächsischen Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung" ist in den Räumen des Landkreises Osnabrück untergebracht. Ab dem 5. Januar 2009 ist es unter der Telefonnummer 0541-5018000 zu erreichen.

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