Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Tagung „Fachkräftesicherung in der Pflege“ mit dem Amt für regionale Landesentwicklung in Ritterhude

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann: „Gute Pflege braucht gutes Personal! Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen – und dieser Herausforderung stellen wir uns!“


Die Pflege betagter und kranker Menschen gehört zum Kernbereich der Gesundheitswirtschaft, in dem sehr viele Menschen tätig sind. Besonders im Pflegebereich ist die Fachkräftesicherung eine der größten Herausforderungen: Der demografische Wandel - insbesondere in ländlichen Regionen -, eine schlechte Bezahlung, unattraktive Arbeitszeiten und belastende Arbeitsbedingungen erschweren es, Fachkräfte zu gewinnen.

Vor diesem Hintergrund hat das Niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerium mit dem Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg bereits zum zweiten Mal eine Regionaltagung veranstaltet. Ziel dieser Konferenz unter dem Titel „Fachkräftesicherung in der Pflege" in Ritterhude war es, weiter für das Thema zu sensibilisieren, gute Praxisbeispiele aufzuzeigen sowie die Vernetzung und Kooperationen vor Ort zu fördern. Zudem wurden Förderprogramme und Maßnahmen des Landes sowie anderer Institutionen vorgestellt.

„Gute Pflege braucht gutes Personal! Ohne gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte funktioniert eine menschliche, soziale und qualitativ hochwertige pflegerische Versorgung nicht!", so Dr. Carola Reimann, Niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerin. „Deshalb stellen wir uns der Herausforderung und müssen auf verschiedenen Wegen alles dafür tun, damit die Rahmenbedingungen stimmen und mehr Fachkräfte Pflegeberufe ergreifen."

Deshalb wurde auf der Regionaltagung auch erörtert, wie junge Menschen für die Gesundheits- und Krankenpflege, die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und die Altenpflege gewonnen werden können. Ein Schwerpunktthema war auch, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit Fachkräfte möglichst lange und gesund in ihrem Beruf arbeiten können.

Für Monika Scherf, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Lüneburg, knüpft diese Tagung an das wichtige Handlungsfeld „Gesellschaftliche Teilhabe" der regionalen Handlungsstrategie an: „Leben auf dem Lande muss für alle Generationen sichergestellt werden. Neben der Mobilität ist die Fachkräftesicherung in der Pflege in den ländlichen Regionen eine unserer großen Herausforderungen."

Um den Pflegebereich zu stärken, wurde im Koalitionsvertrag auf Bundesebene eine „Konzertierte Aktion Pflege" verabredet. Dazu wurden aktuell erste Lösungsvorschläge erarbeitet

  • für bessere Arbeitsbedingungen,

  • für eine bessere Personalausstattung,

  • für eine bessere Bezahlung in der Pflege,

  • für eine Erhöhung der Ausbildungszahlen,

  • für eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und

  • zur betrieblichen Gesundheitsförderung.

„Das Land Niedersachsen setzt sich seit Jahren dafür ein, dass die Beschäftigten in der Pflege tarifgerecht bezahlt werden und die Pflegesätze eine dafür ausreichende Finanzierung ermöglichen. Darüber hinaus haben wir zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken", erklärt Reimann. „Die Aufgaben in der Pflege kann aber niemand alleine lösen. Dazu müssen alle Akteure beitragen und Verantwortung übernehmen: Politik, Leistungserbringer und auch die Kassen", unterstreicht die Ministerin.

Presseinformationen
Artikel-Informationen

28.05.2018

Ansprechpartner/in:
Uwe Hildebrandt

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