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Starkes Signal zum Frauentag am 8. März: Migrantenverbände und Landesfrauenrat unterzeichnen mit Ministerin Rundt gemeinsame Erklärung für Gleichstellung

Cornelia Rundt: „Die Hannoversche Erklärung stellt klar, dass die Unterdrückung von Frauen in keinem Fall tolerierbar ist - und dass wir gemeinsam weiter für uneingeschränkte Gleichstellung eintreten"

Dass Migrantenverbände und Landesfrauenrat eine gemeinsame Erklärung für die Gleichstellung von Frauen unterzeichnen, ist ein starkes Signal zum morgigen Internationalen Frauentag. Niedersachsens Sozial- und Gleichstellungsministerin Cornelia Rundt, die derzeit den Vorsitz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen- und
-ministerkonferenz (GFMK) inne hat, hatte die „Hannoversche Erklärung" initiiert. In dieser heißt es unmissverständlich: „Jede Frau hat das Recht und die Freiheit, nach ihrem eigenen Rollenverständnis zu leben. Eine Unterdrückung von Frauen wird nicht toleriert." Die unterzeichnenden Verbände wollen sich „mit aller Kraft für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft einsetzen" und werben um Unterstützung bei Bürgerinnen und Bürgern sowie Entscheidungsträgerinnen und -trägern in der Gesellschaft, in Wirtschaft und Politik: „Sorgen wir gemeinsam überall und mit aller Kraft dafür, dass die Gleichberechtigung für alle Frauen und Männer in unserer Gesellschaft auf allen Ebenen auch faktisch weiter voranschreitet!" Diese sei auch hier noch lange nicht erreicht. Die rechtliche Gleichstellung verhindere nicht automatisch strukturelle Benachteiligungen von Frauen, die sich beispielsweise in der unterdurchschnittlichen Bezahlung berufstätiger Frauen oder in der geringeren politischen Partizipation von Frauen zeigten. Besonderes Augenmerk müsse auch auf die gleichberechtigte Teilhabe der zugewanderten Mädchen und Frauen in allen Lebensbereichen gelegt werden.

Am 8. März wird traditionell der Internationale Frauentag gefeiert. Aus diesem Anlass hatte Niedersachsens Sozial- und Gleichstellungsministerin Cornelia Rundt heute (7. März) zusammen mit Migrantenorganisationen und dem Niedersächsischen Landesfrauenrat in ihr Ministerium eingeladen. Unterzeichner sind der Niedersächsische Landesfrauenrat, der Flüchtlingsrat Niedersachsen, die Arbeitsgemeinschaft von Migrantinnen, Migranten und Flüchtlingen in Niedersachsen (AMFN), der Verein für interkulturelle Kommunikation, Flüchtlings- und Migrationsarbeit (kargah) sowie Gleichstellungsministerin Cornelia Rundt.

Cornelia Rundt: „ Ich freue mich, dass wir diese wichtige Erklärung gemeinsam auf den Weg gebracht haben und dass wir aufgrund der Spannbreite der beteiligten Verbände nun ein ganz starkes Signal in die Gesellschaft senden, dass die Errungenschaften der Gleichstellung auch in turbulenten Zeiten nicht zur Disposition stehen."

Auch Cornelia Klaus, Vorsitzende des Niedersächsischen Landesfrauenrates, begrüßt die Verabschiedung der Erklärung, an der der Frauenrat aktiv mitgearbeitet hat: „Geschlechtergerechtigkeit ist ein zentrales Element bei der Integration."

Dr. Anwar Hadeed, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft von Migrantinnen, Migranten und Flüchtlingen in Niedersachsen (AMFN), erklärt: „Es war uns von amfn ein großes Anliegen, gemeinsam mit anderen ein Zeichen zu setzen: Mädchen und Frauen - gerade die neu zugewanderten - sollen jede nur denkbare Unterstützung bekommen. Sie haben ein Recht darauf, ohne Einschränkungen zu leben und ihre Fähigkeiten frei entfalten zu können." Ministerin Rundt wertet die Hannoversche Erklärung somit auch als wichtiges Zeichen dafür, dass sich die Frauen in Niedersachsen, unabhängig von ihrer Herkunft, nicht auseinander dividieren lassen.

„Gemeinsam sind wir stark", so Cornelia Rundt, „ich danke allen Beteiligten, die konstruktiv an der Erklärung mitgearbeitet haben. Sie ist ein wichtiger Appell, gemeinsam für die Gleichstellung der Geschlechter einzutreten, gehen wir an die Arbeit."

Presseinformationen
Gemeinsam setzen sie ein starkes Signal für die Gleichstellung: Dündar Kelloglu (Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.), Ministerin Cornelia Rundt, Sibylle Nass (Kargah e.V.), Cornelia Klaus (Landesfrauenrat e.V.) und Dr. Anwar Hadeed (amfn e.V.). (v.l.n.

Gemeinsam setzen sie ein starkes Signal für die Gleichstellung: Dündar Kelloglu (Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.), Ministerin Cornelia Rundt, Sibylle Nass (Kargah e.V.), Cornelia Klaus (Landesfrauenrat e.V.) und Dr. Anwar Hadeed (amfn e.V.). (v.l.n.r.)

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