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Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt: „Jugendarbeit wird für die Zukunft fit gemacht“

Ab Januar 2015 startet das landesweite 5-Jahres-Förderprogramm „Generation³ - Vielfalt - Beteiligung - Engagement in der Jugendarbeit". Das Land stellt für neue Jugendprojekte bis 2019 insgesamt 2,5 Millionen Euro bereit. Es löst das jetzt auslaufende Projekt „Generation 2.0" ab. Koordiniert wird „Generation³" vom Landesjugendring (LJR).

„Ziel des Programms ist es, die Jugendarbeit in Niedersachsen zu stärken, weiterzuentwickeln und für die Zukunft fit zu machen. Wir wollen damit deutlich machen, dass Jugendarbeit neben der Schule und anderen Bildungs- und Freizeitangeboten ein eigenständiger Bereich der Sozialisation ist: Kinder und Jugendliche erhalten hier wertvolle Impulse, die ihre Persönlichkeit weiterentwickeln. Sie können sich ausprobieren, erwerben Team- und Leitungserfahrung und übernehmen Verantwortung", sagte Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt bei der heutigen gemeinsamen Projektpräsentation mit dem Landesjugendring im Sozialministerium.

LJR-Geschäftsführer Björn Bertram ergänzte: „Beteiligung, Vielfalt und Engagement sind drei wichtige Handlungsfelder der Jugendarbeit. Wir freuen uns, dass hier im Förderprogramm Generation³ die Schwerpunkte gesetzt werden. Durch die Förderung und Qualifikationsmodule sollen Impulse und Anreize für neue Projekte in diesen Themenfeldern gegeben werden."

Gefördert werden Einzelprojekte ehrenamtlich geführter Jugendgruppen (‚Mikro-Projekte') mit einer Laufzeit von 3 bis 12 Monaten. Die Förderhöhe beträgt 2.500 Euro je Projekt. Darüber hinaus werden übergreifende sowie koordinierende Projekte für ehrenamtlich geführte Jugendgruppen (‚Modell-Projekte') auf regionaler Ebene oder Landesebene mit einer Laufzeit von 12 bis 36 Monaten gefördert. Die Modell-Projekte sollen eine übergreifende sowie koordinierende Funktion für die Mikro-Projekte übernehmen. Dafür erhalten die Träger bis zu 30.000 Euro insgesamt.

Die Antragstellung ist voraussichtlich ab dem 01.02.2015 online auf www.generationhochdrei.de möglich.

DasModellprojekt „neXTkultur (Migration - Partizipation - Integration - Kooperation)" wird als Bestandteil von Generation³ bis 2019 fortgesetzt. Das Projekt war 2012 unter der Regie des Landesjugendrings gestartet und hat Migrantenjugendselbstorganisationen (MJSO) bei der Entwicklung eigener Angebote der Jugendarbeit unterstützt, Jugendverbände, kommunale Jugendringe, Jugendinitiativen und kommunale Jugendpflegen für die Teilhabe von jungen Menschen mit Migrationshintergrund in die Jugendarbeit sensibilisiert sowie die Integration von MJSO in die Strukturen der Jugendarbeit begleitet. Es dient als Bindeglied zwischen Migrantenjugendselbstorganisationen und dem Landesjugendring. „neXTkultur" hat den Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e. V. sowie den DITIB LJV Niedersachsen und Bremen als Mitglieder für den Arbeitskreis Niedersächsischer Jugendgemeinschaften gewonnen.

Im Vorgängerprojekt Generation 2.0 wurden von 2009 bis 2014 landesweit insgesamt 475 Projekte gefördert. „Wir haben es geschafft, dass sich mehr als 10.000 Jugendliche erstmals ehrenamtlich engagiert haben. Das ist ein hervorragendes Ergebnis. Es belegt, wie kreativ und neugierig junge Menschen sind und dass es manchmal nur einen Anstoß von außen braucht, sie für die Jugendarbeit zu begeistern", resümierte Sozialministerin Cornelia Rundt.

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