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Nach Niedersachsens Einstieg in die Schulgeldfreiheit jetzt auch Zustimmung auf Gesundheitsministerkonferenz

Forderung: Schulgeld für Gesundheitsfachberufe soll bundesweit abgeschafft werden


Kurz nachdem das Landeskabinett den Einstieg in die Schulgeldfreiheit für Gesundheitsfachberufe in Niedersachsen beschlossen hat, gibt es für einen entsprechenden bundesweiten Vorstoß auch die Zustimmung der Gesundheitsministerinnen und -minister der anderen Bundesländer. Die Gesundheitsministerkonferenz hat heute Bundesgesundheitsminister Jens Spahn aufgefordert, noch dieses Jahr eine bundeseinheitliche Regelung zur Schulgeldfreiheit für alle nichtakademischen Gesundheitsfachberufe vorzulegen. Für den von Niedersachsen mit eingebrachten Antrag gab es eine deutliche Mehrheit.

Demnach soll die Schulgeldfreiheit „mit einer einheitlichen Finanzierung unter Einbeziehung der Krankenversicherung“ erreicht werden. Anlässlich der Verabschiedung des Antrags sagt Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann: „Junge Menschen sollen nicht durch Schulgeld von einer Ausbildung abgeschreckt werden, gerade im Gesundheitsbereich und der Pflege brauchen wir gute und motivierte Fachkräfte. Die Schulgeldfreiheit ist ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftegewinnung. Wir haben Anfang dieser Woche im Landeskabinett den Einstieg in die Schulgeldfreiheit für Niedersachsen auf den Weg gebracht, nun muss durch eine bundesweite Regelung die Verunsicherung unter Ausbildungswilligen endgültig beseitigt werden.“

Der Koalitionsvertrag auf Bundesebene sieht vor, im Rahmen eines Gesamtkonzepts für die Gesundheitsfachberufe das Schulgeld für die Ausbildungen abzuschaffen, so wie es in den Pflegeberufen bereits beschlossen wurde. Auslöser sind sinkende Ausbildungszahlen und der Fachkräftemangel bei den Gesundheitsfachberufen, zu denen die Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten gehören. Auch wenn Niedersachsen bereits gehandelt hat, so warten „andere Bundesländer die politischen Entwicklungen auf Bundesebene ab“, wie es in der Antragsbegründung heißt, „diese Entwicklung führt auf Länderebene zu großen Unsicherheiten bei Bildungsträgern und potentiellen Auszubildenden.“

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06.06.2019

Ansprechpartner/in:
Uwe Hildebrandt

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