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Kulturelle Barrieren in der Gesundheitsversorgung sollen abgebaut werden – Mehrheit für niedersächsischen Antrag bei Gesundheitsministerkonferenz

Das Gesundheitswesen muss sich interkulturell öffnen, Barrieren sollen abgebaut werden. Denn allzu oft bleibt Zugewanderten eine adäquate medizinische Versorgung verwehrt. Für einen entsprechenden Antrag, der als konkreten Schritt beispielsweise Schulungsmaßnahmen für die Beschäftigten im Gesundheitswesen vorschlägt, hat Niedersachsen heute auf der Gesundheitsministerkonferenz eine Mehrheit erhalten.

Das deutsche Gesundheitssystem ist im weltweiten Vergleich hochentwickelt und mit hohen Standards ausgestattet, so heißt es in dem Antrag. Die Komplexität bringt aber auch Probleme mit sich: Aufgrund kultureller oder sprachlicher Hürden bleiben Zugewanderte nicht selten außen vor. Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Bundesländer wollen laut ihrem Beschluss „die Öffnung des Gesundheitswesens“ und den „Abbau von Barrieren für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte“ erreichen: „Der Zugang zur medizinischen Regelversorgung im Gesundheitswesen soll ihnen erleichtert werden.“ Es bestehe ein Anspruch aller Menschen auf angemessene medizinische Versorgung. Eine entsprechende Forderung hatte im Dezember bereits die Arbeits- und Sozialministerkonferenz erhoben. Demnach sollen u.a. auch die Sprachmittlungskosten in den Fällen übernommen werden, in denen die Kosten von keiner anderen Stelle getragen werden.

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06.06.2019

Ansprechpartner/in:
Uwe Hildebrandt

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