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„Ich pflege gern!“ – Kinospot läuft heute landesweit an

Sozialministerin Carola Reimann: „Wir wollen Menschen für den Pflegeberuf begeistern“


Ein bärtiger Mann schraubt erst an seiner Harley Davidson, so denkt man. Dann wird der Zoom aufgezogen, und jedem wird klar: Torsten repariert im Pflegeheim einen Rollstuhl. Er erzählt, warum er sich mit voller Überzeugung für den Pflegeberuf entschieden hat – und düst schließlich mit der Harley in den Feierabend. Ab heute läuft der starke Spot in allen niedersächsischen Kinos. Das Sozial- und Gesundheitsministerium und das Fachkräftebündnis Süd-Ost Niedersachsen wollen unter dem Motto „Ich pflege gern“ auf die Attraktivität des Pflegeberufs aufmerksam machen – und so Fachkräfte für dieses vielseitige Tätigkeitsfeld gewinnen.

„Die Frage, wie gute und zuverlässige Pflege sichergestellt werden kann, beschäftigt Pflegebedürftige ebenso wie Angehörige“, sagt Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann: „Wir müssen bedenken, dass jede und jeder von uns einmal Pflege brauchen kann.“ Es werde 2019 ein Schwerpunkt der Landesregierung sein, für die Menschen in Niedersachen eine qualitativ hochwertige Versorgung in allen Bereichen der Pflege zu gewährleisten. Der nun zum Jahreswechsel in allen niedersächsischen Kinos geschaltete Spot bilde den Auftakt, so Dr. Carola Reimann: „Wir wollen Fachkräfte für die Pflege gewinnen, wir wollen Menschen für den Pflegeberuf begeistern. Parallel müssen Politik und Anbieter für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen und Bezahlung sorgen.“

Das Fachkräftebündnis Süd-Ost Niedersachsen zeigt in der Kampagne „Ich pflege gern“ Menschen, die mit Freude in der Pflege tätig sind. Landesweit können sich Kinobesucher in der Zeit vom 27. Dezember bis 2. Januar ein Bild des Altenpflegers machen, der sich ganz bewusst für einen Beruf als Pflegefachkraft entschieden hat und sagt „Ich pflege gern. Das kannst auch du!“ „Wir wollen damit viele Menschen erreichen und gerade in der Zeit zwischen den Jahren‘ dazu anregen, sich Gedanken über die eigene berufliche Zukunft zu machen“, so Ministerin Carola Reimann.

Dr. Carola Reimann verweist zudem auf die politischen Initiativen des Landes zur Stärkung der Pflege: Um zu erreichen, dass die Schülerinnen und Schüler an privaten Altenpflegeschulen kein Schulgeld mehr zahlen müssen, hat das Land die Schulgeldfreiheit in der Altenpflegeausbildung gesetzlich abgesichert. Das Land hat hierfür in 2018 Fördergelder in Höhe von 8,5 Mio. Euro eingesetzt. Dass dies ein richtiger Schritt war, zeigen die steigenden Auszubildendenzahlen. So ist in der Zeit von 2012 bis 2017 die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Altenpflege von 6.582 auf 7.269 angestiegen.

Damit sich die Personalsituation im stationären Bereich verbessert, hat sich das Land in den Verhandlungen zum neuen Landesrahmenvertrag für vollstationäre Pflegeeinrichtungen für verbesserte Personalschlüssel eingesetzt. In 2019 strebt die Landesregierung die Novellierung des niedersächsischen Pflegegesetzes an und wird hierfür eine entsprechende Gesetzesvorlage auf den Weg bringen. „Mit unserem Vorhaben wollen wir für mehr Lohngerechtigkeit sorgen“, unterstreicht Dr. Carola Reimann. „Der Wettbewerb zwischen den Pflegeeinrichtungen soll nicht über den niedrigsten Preis, sondern über die Qualität der Leistung ausgetragen werden.“

Weitere wichtige Akzente setzt das Land Niedersachsen in der „Konzertierten Aktion Pflege“ auf Bundesebene und wirkt in den Arbeitsgruppen zu den Themenfeldern „Personalmanagement, Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung“ und „Innovative Versorgungsansätze und Digitalisierung“ mit. Informationen sowohl zum Thema Fachkräfte als auch zu Fördermaßnahmen rund um die Pflege in Niedersachsen gibt es unter www.ms.niedersachsen.de/pflege/. Zu der Kampagne des Fachkräftebündnisses Süd-Ost Niedersachen finden Interessierte Weiteres unter www.ich-pflege-gern.de

Presseinformationen
Artikel-Informationen

27.12.2018

Ansprechpartner/in:
Uwe Hildebrandt

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