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Fachveranstaltung in Hannover: Leistungsträger treffen das Niedersächsische Bündnis Persönliches Budget

Am 1. März 2018 organisierte das Büro der Niedersächsischen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Petra Wontorra, die Fachtagung zum trägerübergreifenden Persönlichen Budget „Alle reden miteinander! – Offener Erfahrungsaustausch“. Bei dieser Fachtagung kamen Mitglieder aus dem Bündnis Budget, Kostenträger aus ganz Niedersachsen wie die Bundesagentur für Arbeit, die Rentenversicherung Braunschweig-Hannover sowie Expertinnen und Experten für das Persönliche Budget aus vielen Landkreisen und Städten Niedersachsens ins Gespräch.

Mit dem Persönlichen Budget können Menschen mit Behinderungen Geldleistungen oder einen Gutschein anstelle von Sach- und Dienstleistungen von Kostenträgern erhalten. Sie können selbst entscheiden, wann, wo, wie, welche und von wem sie berechtigte Teilhabeleistungen in Anspruch nehmen. Menschen mit Behinderungen werden mit dem Budget zu Käuferinnen und Käufern, Kundinnen und Kunden sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. Sie können zum Beispiel Pflegeleistungen oder Leistungen zur begleitenden Hilfe im Arbeitsleben (Arbeitsassistenz) erhalten.

Die Mitglieder im Niedersächsischen Bündnis Persönliches Budget kommen aus mehr als 20 Landkreisen bzw. kreisfreien Städten. Um das Budget bekannter zu machen und voranzubringen, finden regelmäßige Treffen auf Landesebene bei der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Wontorra, statt. Im Bündnis wurde der Bedarf an noch besserer Vernetzung zwischen Kostenträgern und Bündnismitgliedern erkannt.

Der Rechtsanspruch für das Persönliche Budget besteht seit 10 Jahren. Die Idee, einen Fachkongress für einen gemeinsamen Austausch und eine gemeinsame Vernetzung zwischen Kostenträgern und Bündnismitgliedern zu veranstalten, haben Petra Wontorra und ihre Referentin, Sandra Stein, umgesetzt und ebenfalls die Veranstaltung moderiert. Zunächst gab es Impulsreferate: Herr Rump-Kahl stellte das Niedersächsische Bündnis Persönliches Budget vor und Frau Sina Rimpo referierte aus ihrem Erfahrungsschatz mit dem Persönlichen Budget als Anwenderin und Beraterin. Es folgten Impulsvorträge von Herrn Andreas Wenzel, Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, und von Herrn Ralf Thalacker, Landkreis Northeim, sowie Peter Ramm, Landkreis Osnabrück. Es gab viele Möglichkeiten zur Diskussion und zum gemeinsamen Austausch im Anschluss an die Vorträge.

Im weiteren Verlauf der Fachtagung gab es drei Workshops. Hier wurden Wünsche und Visionen an das Bündnis und an Kostenträger formuliert sowie konkrete Umsetzungsschritte erarbeitet. Insgesamt war die Veranstaltung von einer offenen und zugewandten Atmosphäre geprägt. Die Teilnehmenden arbeiteten sehr motiviert und engagiert in den Arbeitsgruppen und diskutierten Fallvignetten, Herausforderungen, Gelingensbedingungen und formulierten SMARTe (spezifische, messbare, anspruchsvolle, realistische und terminierte) Ziele für die zukünftige Zusammenarbeit. Das Bündnis hat seit diesem Tag noch weitere Mitglieder – nun sind auch weitere Kostenträger dabei.

Als Chance für mehr Persönliche Budgets sehen die Expertinnen und Experten die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes wie die Beratung in den Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen sowie die Leistungen, die seit kurzem mit dem Instrument „Bedarfsermittlung Niedersachsen (B.E.Ni)“ erkundet werden. Auch die Landesbeauftragte Petra Wontorra ist überzeugt: „Mit der Unterstützung der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen für Menschen mit Behinderungen (EUTB) wird diese Form der Hilfe zunehmen.“ Sie bezieht sich dabei auf den Satz einer Budgetnehmerin, die sagt „Eine Wahl habe ich nur, wenn mir verschiedene Wege gezeigt werden.“

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05.03.2018

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