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Digitalisierung hilft.

Ministerin Reimann heute bei eHealth-Podiumsgespräch der Metropolregion


Gesundheitliche und pflegerische Versorgung der Bevölkerung wird im Rahmen des Masterplans Digitalisierung gestärkt


Niedersachsen nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung und wird zum Vorreiter bei der Entwicklung neuer Versorgungsmodelle, mit deren Hilfe…

  • pflegebedürftige Menschen länger in ihrer vertrauten Umgebung leben können.
  • die Notfallversorgung beschleunigt und optimiert wird. ─ eine hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung auch auf dem Land gesichert wird.
  • die Beschäftigten in der Pflege technische Unterstützung erhalten und der Beruf somit attraktiver wird.

Im Rahmen des Masterplans Digitalisierung der Landesregierung werden drei neue von Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerium initiierte Modellprojekte gefördert. Zudem werden bereits erfolgreich gestartete Digitalisierungsprojekte fortgesetzt. „Neue Instrumente der Digitalisierung können nicht die wichtige Arbeit ersetzen, die Fachkräfte in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeheimen oder der häuslichen Pflege leisten“, erklärt Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann, „aber sie können eben diese Menschen unterstützen und somit die Rahmenbedingungen sowohl für die Pflegebedürftigen als auch für die Beschäftigen deutlich verbessern.“

Laut Dr. Carola Reimann setzt die Landesregierung mit dem Masterplan Digitalisierung und den anvisierten Modellprojekten im Bereich Gesundheit und Pflege neue Maßstäbe. Es würden Antworten auf die Frage geliefert, wie in Zukunft eine hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung in einem Flächenland funktioniert. „Mir liegt es am Herzen, dass auch die auf dem Land wohnenden Menschen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben können, wenn sie Pflegebedarf haben – wir setzen auf verbesserte technische Hilfsmittel für Pflegebedürftige, vernetzte ambulante Pflegedienste, Telemedizin und eine optimierte Notfallversorgung“, so die Sozialministerin.

Die Masterplan-Projekte im Überblick:

1. Telemedizinische Projekte Mit einem Telemedizinprojekt in Gifhorn wird die ambulante Versorgung von Patientinnen und Patienten im ländlichen Raum verbessert, indem Hausärztinnen und Hausärzte bestimmte Leistungen an einen ambulant tätigen Pflegedienst delegieren. Dieser Ansatz soll ausgebaut und auf weitere Standorte in Niedersachsen übertragen werden. Ziel ist es, in den weiteren Projektausbau möglichst viele ambulante Pflegedienste einzubeziehen und eine große Vielfalt an Ideen und Modellen zu gewinnen, die eine Entlastung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte auf dem Land und damit einhergehend eine Stärkung der ambulanten Pflege bewirken. Die interdisziplinäre Arbeit wird intensiviert.
Zeithorizont: Start 1. Halbjahr 2019
Budget: 5,2 Mio. Euro

2. Ambient Assisted Living – digitale Assistenz im Alter Das Ambient Assisted Living (AAL) erfährt durch den demografischen Wandel ein wachsendes Gewicht. Gemeint sind technische Möglichkeiten, die Menschen im fortgeschrittenen Alter und Menschen mit Unterstützungsbedarf helfen, möglichst lange selbstbestimmt zu leben. Ziel ist die Stärkung des Grundsatzes „ambulant vor stationär“ u.a. durch die Vernetzung der Betroffenen mit den Akteurinnen und Akteuren der Gesundheitswirtschaft und der Wohnungswirtschaft. Hierzu sollen verschiedene Projekte gefördert werden, mit denen eine digitale Unterstützung ermöglicht wird. Die neuen Möglichkeiten werden dokumentiert, eine flächendeckende Ausweitung wird unterstützt.
Zeithorizont: Start 1. Halbjahr 2019
Budget: 4 Mio. Euro

3. Digitalisierung des Notfallmanagements in Krankenhäusern IVENA ist eine Anwendung, mit der jederzeit in Echtzeit die aktuellen Behandlungs- und Versorgungsmöglichkeiten der Krankenhäuser abgerufen werden können. Sie ermöglicht einen schnellen Datenaustausch zwischen den Leitstellen für den Rettungsdienst, den Rettungswagen und den Krankenhäusern. Ziel ist die Stärkung der Patientensicherheit im Notfall. Für eine effiziente Versorgung werden die für die Diagnose und die Behandlungsdringlichkeit relevanten Daten in Echtzeit mobil angezeigt. In 72 Krankenhäusern in Niedersachsen wird das digitale Notfallmanagementsystem bereits verwendet oder steht kurz vor der Einführung. Mit dem Projekt soll IVENA in ganz Niedersachsen etabliert und als erfolgreiches System weiter ausgebaut werden.
Zeithorizont: Start 1. Quartal 2019
Budget: 2,8 Mio. Euro

4. Digitalisierung der ambulanten Pflege Im Fokus der Digitalisierung der ambulanten Pflege stehen weiterhin Projekte im Bereich der Dokumentation, der Pflegeplanung und der gemeinsamen Datennutzung innerhalb des Versorgungssystems. Ziel ist die Fortsetzung der Maßnahmen zur „Stärkung der ambulanten Pflege im ländlichen Raum“ durch eine strukturelle und nachhaltige Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen mit Hilfe digitaler Lösungen. Schwerpunktmäßig wurden in den Jahren 2016 und 2017 mit jährlich rund 2,7 Mio. Euro Digitalisierungsprojekte für die Einführung elektronischer Pflegedokumentationen, elektronischer Leistungserfassung und Tourenplanung sowie Telearbeit und Telepflege bei ambulanten Pflegediensten gefördert – derart innovative Projekte werden ab 2019 in einer neuen Förderrunde unterstützt.
Zeithorizont: Fortsetzung 1. Quartal 2019
Budget: 3,0 Mio. Euro

Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann erläutert heute Abend beim parlamentarischen Abend der Metropolregion zum Thema eHealth die Herausforderungen der Digitalisierung im Gesundheitsbereich. An dem Podiumsgespräch der Veranstaltung „Gesundheit 4.0: Chancen erkennen und nutzen“ nimmt auch Wirtschafts- und Digitalisierungsminister Bernd Althusmann teil.
„Digitalisierung soll dort, wo es sinnvoll ist, entlasten und unterstützen“, erläutert Dr. Carola Reimann: „Sie kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Kommunikation zwischen Patient und Ärztin bzw. Arzt, aber auch zwischen den Professionen erleichtert wird. In einem Flächenland wie Niedersachsen lassen sich so Entfernungen überbrücken.“ Die Ministerin betont weitere Chancen, die die Digitalisierung mit sich bringt: So könne sie zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, einer verbesserten Arbeitsqualität und einer Abmilderung des Fachkräftemangels beitragen.


Service:

Unter der Überschrift „Digitalisierung hilft“ finden Sie eine Übersicht über Digitalisierungs-Projekte im Bereich Gesundheit und Pflege auf: https://www.ms.niedersachsen.de/startseite/digitalisierung/


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