Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung klar

Internationaler Frauentag: Breites Bündnis gegen Sexismus in der Werbung entsteht

„Sexistische Werbung hat in unseren Städten nichts zu suchen – erste Kommunen handeln, weitere werden folgen“


Gleichstellungsbeauftragte sowie Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und Kommunen haben heute anlässlich des Internationalen Frauentags ein Signal gegen Sexismus in der Werbung gesetzt. Am Ende der Veranstaltung des von Dr. Carola Reimann geführten Niedersächsischen Sozial- und Gleichstellungsministeriums im Sprengel Museum Hannover hielten sie Protestkarten in die Luft. „Sexistische Werbung hat in unseren Städten nichts zu suchen!", sagte Sozialstaatssekretär Heiger Scholz: „Kommunen haben hier durchaus Möglichkeiten zu handeln, und erste Kommunen nutzen diese Chancen auch - das wird Nachahmer finden. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt gegen Diskriminierung von Frauen und für die Gleichstellung in Niedersachsen!" Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok und Regionspräsident Hauke Jagau haben sich durch die Teilnahme an der Veranstaltung ausdrücklich zu diesem Ziel bekannt und sagten zu, in ihrem Einflussbereich sexistischer Werbung entgegenzutreten. Ministerin Birgit Honé erklärte in der Begrüßung: „Sexismus in der Werbung ist ein wichtiges Thema, für das wir weiter sensibilisieren müssen. Wir müssen dem auch mit Informationen und Aufklärung entgegenwirken. Nur so kann sich in den Köpfen der Menschen etwas ändern - hin zu mehr Gleichberechtigung."

Das Sozial- und Gleichstellungsministerium knüpfte mit seiner Veranstaltung an die aktuelle #metoo-Debatte an. Frauen sind nicht nur von direkten sexuellen Belästigungen betroffen, sondern werden gerade in der Werbung immer noch auf Rollenklischees und ihr Geschlecht reduziert. Werbung ist dann sexistisch, wenn Menschen stark klischeehaft dargestellt werden, ohne dass dieses in Bezug zum beworbenen Produkt steht - in der überwiegenden Zahl der Fälle sind Frauen betroffen. Diese Darstellungsweisen sind herabsetzend und nicht zu tolerieren.

Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok hatte im Rahmen der Veranstaltung erklärt: „Wir begrüßen eine solche Initiative als wichtigen Denkanstoß, um stereotype Werbung zu vermeiden."

Regionspräsident Hauke Jagau betonte: „Sexistische Werbung ist populistisch und reduziert Menschen auf ein plattes Abziehbild. Es muss auch das Ziel sein, dass Menschen bewusst wird, wie Werbung eingesetzt wird und wirkt."

Wichtige Informationen zum Thema lieferte die Europaabgeordnete Maria Noichl mit ihrem Vortrag „Städte gegen sexistische Werbung". Zum Nachdenken regte die Poetin Tabea Farnbacher mit in ihren Texten an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung eint das Ziel, Niedersachsen zum Vorreiter im Kampf gegen Sexismus in der Werbung zu machen.

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08.03.2018

Ansprechpartner/in:
Uwe Hildebrandt

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